Egal was, oder wo du fotografierst, es ist unvermeidlich, dass deine Kameraobjektive irgendwann schmutzig werden und eine Reinigung erforderlich ist. Gerade mit Fett verschmierte Linsen können zu unschönen Bildergebnissen führen. Wobei einzelne kleine Fussel oder Staubteilchen selten das Foto beeinträchtigen. Um sicherzustellen, dass deine Objektive in einwandfreiem Zustand bleiben, gehen wir durch, wie du dein Kameraobjektiv mit der Aufmerksamkeit reinigen kannst, das es verdient. Schließlich kann ein gut gewartetes Objektiv ein Leben lang halten.

Was du benötigst: weiche Zahnbürste, fusselfreie Mikrofasertücher, Isopropylalkohol 99,9%, destilliertes Wasser, Wattestäbchen, Kunststoffreiniger, Küchenpapier

Reinigung der Außenseite des Objektivs

Du wirst dich vielleicht nicht oft dabei ertappen, die Außenseite deines Objektivs zu reinigen, aber wenn du es tust, wirst du sicherstellen wollen, dass du es richtig machst.

Über die Zeit setzt sich gröberer Schmutz auf Gehäuse und Bedienelementen fest. Mit einer weichen Zahnbürste kannst du feinen Sand und Staub aus der Gummierung des Fokussierring und dem Filtergewinde entfernen. Bitte dabei nicht auf die Linsen kommen.

Mit etwas Kunststoffreiniger (nur soviel, daß eine leichte feuchte merkbar ist) benetzt du nun ein fusselfreies Mikrofasertuch und wischt damit das Objektivgehäuse sauber. Ich benutze hier Reiniger der für Autos angeboten wird. Mit einem weiteren sauberen Tuch entferne nun verbliebenen Reiniger auf dem Gehäuse. Erst wenn alles wieder richtig trocken ist, geht es mit der Linsenreinigung weiter.

Tipp:
Gummierungen, von Fokussier- und Blendenringen alter Objektive aus der analogen Zeit, neigen oft dazu klebrig zu werden. Mit dem pflegenden Kunstoffreiniger kann man dieses hinauszögern oder auch verhindern.

Objektivkontakte

Neuere Objektive haben elektronische Kontakte am Objektivanschluss, die den Fokussiermotor und die Bildstabilisierungseinrichtung antreiben und dabei helfen, Informationen über das Bild und das Objektiv auf das Kameragehäuse zu übertragen. In den meisten Fällen solltest du dir über diese Kontakte keine Gedanken machen müssen. Tatsächlich ist es am besten, sie so wenig wie möglich zu reinigen, da sie oft aus empfindlichen Metallen bestehen.

Aber, falls du einen konstanten Fehlercode bezüglich der Verbindung zwischen Objektiv und Kamera bekommst, ist es am sichersten, die Kontakte mit einem normalen Bleistiftradierer zu reinigen. Achte darauf, dass der verwendete Radierer aus einem weichen Gummi besteht, da bestimmte Radiergummis Schleifmittel enthalten, die die Kontakte zerkratzen könnten. Achte außerdem darauf, dass die Linse nach unten gerichtet ist, damit keine Späne in das Innere der Linse gelangen können.

Reinigung der vorderen und hinteren Linsen

Aus offensichtlichen Gründen sind diese beiden optischen Elemente am ehesten dazu geeignet, bei der täglichen Arbeit zu verschmutzen, insbesondere die Frontelemente.

Bevor du dich jedoch für ein herkömmliches Reinigungstuch entscheidest, solltest du einen Blasebalg oder ein Druckluftspray verwenden.  Die Verwendung hilft dabei, Staub oder Schmutz auf dem Objektiv, der sonst beim Abwischen mit einem Tuch über das Glas gerieben wird, sanft zu entfernen. Bei einem Druckluftspray achte bitte darauf, dass dieses auch für Optiken geeignet ist und halte die Dose immer aufrecht. Es besteht sonst die Gefahr das Treibmittel oder Öle auf das Objektiv kommen.

Nachdem du mit dem Abblasen der Linsen fertig bist, solltest du Wattestäbchen und eine Reinigungslösung verwenden. Hier empfehle ich 99,9%igen Isopropylalkohol. Der ist kostengünstiger als handelsüblicher Objektivreiniger und lässt sich auch sonst vielseitig verwenden.

Benetze ein Wattestäbchen mit ein wenig Alkohol (du kannst es vor dem Gebrauch am Küchenpapier etwas abtupfen) und reinige damit vorsichtig ohne großen Druck aufzuwenden die Linsen. Wiederhole dieses Schritt mit neuen Wattestäbchen, bis die Linsen nach dem “verfliegen” des Alkohol frei von Schlieren und Schmutz sind. Nun entfernst du zum Schluß eventuelle Schwebeteilchen, die der Alkohol hinterlassen hat. Hierzu benetzt du weitere Wattestäbchen mit wenig destillierten Wasser.  Auch hier darauf achten, das keine Flüssigkeit über das Glas läuft. Nachdem die Restfeuchtigkeit verdunstet ist, solltest du nun klare, fettfreie Linsen haben.