Die vier wichtigsten Fokussiermodi der Kamera verstehen

Das perfekte Scharfstellen des Motivs ist für den Erfolg einer Aufnahme unerlässlich. Am schwierigsten ist es bei Aufnahmen mit sehr großen Blenden, bei denen die Tiefenschärfe extrem gering ist, oder bei schnell bewegten Motiven, bei denen sich der Fokus ständig ändert. Die meisten DSLR-Fokussiersysteme funktionieren etwas anders als bei Kompaktkameras, aber beide sind ähnlich, da der Rahmen in Fokusbereiche oder Fokuspunkte unterteilt ist. Diese können von neun bei den Basismodellen bis hin zu über 5000 bei Profi-Kameras reichen.

Indem du wählst, wie sich diese Bereiche oder Punkte verhalten sollen, kannst du dir selbst die besten Chancen geben, ein scharfes Bild zu erhalten. Oder du kannst sie ganz ausschalten und manuell fokussieren, um eine maximale Genauigkeit zu erreichen. Hier werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Fokussiermodi und warum sie für bestimmte Bildtypen am besten geeignet sind.

 

One-Shot AF/Single-Servo AF (einfacher Autofokus)

Die Kamera nimmt den Fokus nur einmal auf, wenn der Auslöser halb gedrückt wird. Normalerweise wird dabei nur ein AF-Punkt verwendet, einige Kameras können jedoch auch die Verwendung einer Gruppe von Punkten ermöglichen. Die meisten Fotografen bevorzugen es, diesen Punkt selbst auszuwählen, was eine punktgenaue Fokussierung ermöglicht, ideal für Portraits und Landschaften. Alternativ zwingt der Autofokus die Kamera, den Punkt automatisch auszuwählen, in der Regel durch Auswahl des Objekts, das der Kamera am nächsten liegt.

 

AI Focus/Automatic AF (automatischer Autofokus)

In diesem Modus erkennt die Kamera automatisch, ob sich das Motiv bewegt oder nicht und wählt entweder AF-S (One-Shot-AF) oder AF-C (AI-Servo). Dies ist ein guter Modus, wenn dein Motiv meist stationär ist, sich aber unerwartet bewegen kann, wie z.B. ein Hirsch oder ein spielendes Kind. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du zwischen den beiden Hauptfokussiermodi wechseln kannst, ist dies die beste Option für den Einstieg.

 

AI Servo/Continuous AF (kontinuierlicher Autofokus)

Wenn der Auslöser halb gedrückt ist, nimmt die Kamera kontinuierlich den Fokus auf, was ideal für jedes Motiv ist, das sich in Richtung Kamera bewegt oder sich von ihr entfernt. In diesem Modus kannst du entweder nur einen aktiven AF-Punkt haben, der das, was diesen Teil des Bildes bedeckt, scharf hält, oder eine größere Gruppe von Punkten wählen. Du kannst auch die 3D-Verfolgung aktivieren, die dein Motiv scharf hält, wo immer es sich innerhalb des Rahmens bewegt.

 

Manual focus/MF (manueller Fokus)

So schnell und genau wie moderne Autofokussysteme sind, gibt es Situationen, in denen Sie bei ausgeschaltetem Gerät genauere Ergebnisse erzielen werden. Wenn du zum Beispiel auf Nachthimmel- oder Makrofotografie stehst, wirst du fast ausschließlich manuell arbeiten. Für wirklich genaue Ergebnisse aktivierst du die Live-Ansicht, vergrößerst mit den Zoomtasten einen Bildausschnitt auf das 5-fache oder 10-fache und wählst dann den Bereich des Bildes, den du im Detail sehen möchtest.

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