Je mehr Pixel auf dem Sensor sind, desto besser ist es. Dieses ist eine weit verbreitete Meinung, die nicht zuletzt durch die einschlägige Werbung der Kamerahersteller in den letzten Jahren unterstützt wurde. Doch ist das wirklich so? Benötige ich diese Pixeldichte überhaupt?

Ich benötige große Bilder!

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit gab es Kameras nur mit einer Auflösung von bis zu 5 Mio. Pixeln und schon damit konnten Bilder in Postergröße angefertigt werden. Nicht jedes Foto wird an die Wand gehängt, meistens erfolgt ein Abzug fürs Album in der Größe 9x13 cm oder auch 10x15 cm. Hierzu würden 2 Mio. Pixel allemal ausreichen. Einfachere heutige Kameras bieten 10 Mio. Pixel, oder mehr. 

Ich habe eine bessere Bildqualität!?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Hier treffen mehrere Faktoren aufeinander. Die Kamera, die Fläche des Sensors, die Lichtsituation, der ISO-Wert. Zurzeit kann aber immer noch gesagt werden: Je mehr Pixel sich auf einer Sensorfläche befinden und je höher der eingestellte ISO-Wert ist, desto schlechter das Rauschveralten der Kamera. Aber auch hier gibt es bereits große Unterschiede, selbst innerhalb der Produktpalette eines Herstellers und die Fotoindustrie macht große Fortschritte in der Verbesserung.

Wer also vor der Entscheidung steht eine neue Kamera zu kaufen, sollte weniger auf die Anzahl der Pixel schauen, sondern auf das Rauschverhalten. Hier helfen einschlägige Fotozeitschriften, die in regemäßigen Abständen die aktuellen Kameramodelle besonders auf dieses Kriterium hin testen.