Als Hobbyfotograf ist man immer auf der Suche nach interessanten oder einfach auch nur schönen Orten, die es wert sind fotografiert zu werden, oder als Hintergrund für ein Shooting dienen könnten. Doch wie findet man diese Location ohne jede Region vorher schon selbst erkundet zu haben?

Ich dachte da immer: “Es müßte eine Webseite geben, wo User mit Bildern ihre schönsten Foto-Locations vorstellen und die Geodaten mit angeben.”

Urban Exploration oder kurz Urbex wird das Fotografieren so genannter Lost Places, also verlassener oder vergessener Orte genannt. Für viele Fotografen ist draus eine Leidenschaft geworden. Leerstehende Häuser oder Fabriken sind für die Mehrheit der Menschen ein Schandfleck in der Stadt oder Natur. Doch nicht für den eingefleischten Urbexer. Stillgelegte Fabriken, verlassene Wohnhäuser und verfallende Sanatorien ziehen sie magisch an.

Ich liebe es mir Bildbände an zu sehen. Dabei ist das Thema oft zweitrangig. Ich tauche in die Bilder ein und konstruiere mir dazu meine eigene Geschichte. Wie kam die Situation zu Stande die hier abgelichtet wurde? Wie ging es nach dem Foto weiter? Bei einer Bildbetrachtung interessieren mich die Fakten erst sehr spät. Wenn mir das Bild keine „Geschichte“ erzählt, oder die Aufnahmetechnik interessant ist, schaue ich mir gleich den Begleittext an. Ansonsten ist mir jede Erklärung zu einem Bild überflüssig.

Am vergangenen Wochenende war ich mit einigen Freunden wieder auf Tour. Hierbei haben wir einige Nachtaufnahmen gemacht und mal wieder festgestellt, dass die eigentlich bekannten Regeln für Langzeitbelichtungen nicht immer befolgt werden. Teilweise liegt es an Unwissenheit oder einfach auch an einem gewissen Grad von Ignoranz. Hier mal eine kleine Liste mit Tipps für bessere Fotos im Dunkeln.